In der Werkstoffprüfung entscheidet oft nicht erst die Auswertung unter dem Mikroskop über die Qualität eines Ergebnisses, sondern bereits die Präparation. Wenn Trennschnitt, Einbettung, Schleifbild oder Ätzung nicht sauber ausgeführt werden, entstehen Fehlinterpretationen, unnötige Wiederholprüfungen und Zeitverlust im Labor. Genau hier setzen die neuen Metallographie Schulungen von LATZKE an.
Mit einem praxisnahen Grundkurs und einem vertiefenden Aufbaukurs erweitern wir unser Schulungsangebot um zwei Formate, die Einsteiger wie erfahrene Anwender gezielt in ihrer täglichen Laborarbeit unterstützen. Wer sich einen Überblick über alle Formate verschaffen möchte, findet auf unserer Seite Schulungen bei LATZKE die gesamte Schulungsübersicht.
Metallographie – häufig auch Metallografie geschrieben – ist in vielen Unternehmen ein entscheidender Baustein der Qualitätssicherung. Sie hilft dabei, Gefüge sichtbar zu machen, Wärmebehandlungen zu bewerten, Fehlerursachen zu erkennen und Werkstoffe sicher zu beurteilen. Gerade deshalb ist fundiertes Praxiswissen so wichtig: Nur wer die einzelnen Schritte der Probenvorbereitung sicher beherrscht und Ergebnisse fachlich einordnen kann, gelangt zu belastbaren Prüfaussagen.
Warum Metallographie-Schulung in der Praxis so wichtig ist
Zwischen Probe und Prüfergebnis liegt in der Metallographie eine komplette Prozesskette. Bereits beim Trennen entscheidet die Wahl der richtigen Trennscheibe darüber, ob das Gefüge unverfälscht bleibt. Beim Einbetten geht es darum, Randzonen zu schützen und eine stabile Basis für die weitere Bearbeitung zu schaffen. Schleifen und Polieren müssen materialgerecht erfolgen, damit die Oberfläche frei von Artefakten wird. Erst dann liefern Ätztechniken, Mikroskopie und Gefügeanalyse aussagekräftige Bilder. Schon kleine Fehler in einem dieser Schritte können die gesamte Beurteilung verfälschen.
Für Laborleiter, Qualitätssicherer und Prüfer bedeutet das in der Praxis: Wer in der Metallographie sauber arbeitet, spart nicht nur Zeit, sondern erhöht auch die Sicherheit von Entscheidungen. Das betrifft Wareneingangskontrollen ebenso wie Prozessfreigaben, Reklamationsbearbeitungen oder die Begleitung von Wärmebehandlungen. Unsere neuen Schulungen bei LATZKE setzen deshalb bewusst nicht nur auf Theorie, sondern auf anwendungsnahe Übungen und konkrete Fehlervermeidung.
Neue Schulungen für Einsteiger und Fortgeschrittene
Das neue Angebot ist klar gegliedert. Der Metallographie Grundkurs richtet sich an Teilnehmer, die systematisch in die metallografische Laborarbeit einsteigen oder ihr Grundlagenwissen festigen möchten. Der Metallographie Aufbaukurs vertieft das Wissen für alle, die bereits erste Erfahrung mitbringen und komplexere Werkstoffe, Präparationsaufgaben und Auswertungen sicherer beherrschen wollen. Beide Kurse werden am Standort Wiehl durchgeführt und sind als zweitägige Präsenzschulungen aufgebaut.
Alle Details zu Agenda, Terminen und Buchung sind auf der Seite Metallographie Grund- und Aufbaukurs zu finden.
Ein weiterer Pluspunkt ist die klare Ausrichtung auf den betrieblichen Nutzen. Es geht nicht um isoliertes Theorie-Wissen, sondern um Kompetenzen, die direkt in Prüfabläufe, Freigabeprozesse und Dokumentationen einfließen. Durch den direkten Austausch mit erfahrenen Experten können Teilnehmer Rückfragen aus dem eigenen Arbeitsumfeld einbringen und Lösungsansätze mitnehmen, die sich unmittelbar in den Laboralltag übertragen lassen.
Metallographie Grundkurs: sicherer Einstieg in Präparation und Mikroskopie
Im Grundkurs stehen die Grundlagen im Mittelpunkt. Behandelt werden unter anderem die Einführung in die Metallographie, die Unterschiede zwischen Mikro- und Makroschliff, die Probenvorbereitung, Schleif- und Poliertechniken, Ätzverfahren sowie erste mikroskopische Untersuchungen. Hinzu kommen praktische Übungen, in denen die Teilnehmer Proben selbst präparieren und erste Mikroskopaufnahmen analysieren. Damit eignet sich der Kurs besonders für Mitarbeiter, die reproduzierbare Abläufe aufbauen und typische Präparationsfehler von Anfang an vermeiden möchten.
Auch die Grundlagen der Gefügebeurteilung und Härteprüfungen am metallografischen Schliff sind Bestandteil des Programms. Dadurch gewinnen die Teilnehmer ein solides Verständnis dafür, wie Präparation und Auswertung zusammenhängen – und wie sich sichere Prüfergebnisse systematisch absichern lassen.
Metallographie Aufbaukurs: mehr Tiefe für komplexe Werkstoffe und Anwendungen
Der Aufbaukurs geht deutlich tiefer in die Materie. Hier stehen unter anderem die Werkstoffkunde und Gefügeanalyse, das Eisen-Kohlenstoff-Diagramm, Legierungseinflüsse, Zeit-Temperatur-Umwandlungsdiagramme, spezielle Ätzverfahren sowie die Präparation anspruchsvoller Proben im Fokus. Auch die systematische Gefügeinterpretation, die Analyse von Schadensfällen und die Bewertung typischer Fehlerbilder spielen eine zentrale Rolle.
Für Unternehmen, die regelmäßig mit komplexen Werkstoffen, Beschichtungen, Nitrierschichten oder Randzonenthemen arbeiten, ist das ein besonders wertvoller Wissensbaustein. Das Gelernte hilft dabei, schwierige Befunde sauber einzuordnen, Ursachen schneller zu erkennen und die Qualität metallografischer Auswertungen nachhaltig zu verbessern.
Praxisorientiert statt rein theoretisch: der Mehrwert für den Laboralltag
Der große Vorteil der neuen Metallographie Schulungen liegt in der engen Verbindung von Theorie und Praxis. Genau dieser Praxisbezug ist entscheidend, wenn Wissen nicht nur verstanden, sondern im Alltag auch sauber umgesetzt werden soll. Teilnehmer lernen nicht im abstrakten Seminarraum, sondern mit direktem Bezug zu realen Prüfaufgaben:
- Wie lassen sich Gefügeveränderungen durch das Trennen vermeiden?
- Welche Einbettmethode ist sinnvoll?
- Wie entstehen Polierartefakte?
- Welches Ätzmittel passt zum jeweiligen Werkstoff?
- Und wie lassen sich mikroskopische Bilder korrekt interpretieren?
Für Unternehmen zahlt sich dieser Ansatz mehrfach aus. Neue Mitarbeiter werden schneller handlungssicher, bestehende Teams vereinheitlichen ihre Abläufe und typische Fehlerquellen im Prüflabor werden reduziert. Gleichzeitig wächst die Fähigkeit, Ergebnisse nachvollziehbar zu dokumentieren und belastbar zu kommunizieren – ein wichtiger Punkt, wenn Prüfberichte intern oder gegenüber Kunden Bestand haben sollen. Wer Metallografie nicht nur punktuell, sondern prozesssicher einsetzen möchte, investiert mit solchen Schulungen direkt in die Qualität seiner Entscheidungen.
Für wen sich die Metallografie Schulung besonders lohnt
Besonders interessant sind die neuen Kurse für:
- Prüflabore, Qualitätssicherung und Werkstoffprüfung
- Wärmebehandlung, Reklamationsmanagement und Fertigungsbegleitung
- Unternehmen, die neue Fachkräfte strukturiert einarbeiten möchten
- Teams, die Abläufe standardisieren und Präparationsfehler nachhaltig reduzieren wollen
Besonders stark ist die Kombination aus Grundkurs und Aufbaukurs für Unternehmen, die ein nachhaltiges Qualifizierungskonzept aufbauen wollen. Zunächst werden Grundlagen in Probenpräparation, Mikroskopie und Gefügebeurteilung gesichert. Anschließend können fortgeschrittene Inhalte wie spezielle Ätzverfahren, anspruchsvolle Präparationen oder Schadensanalysen vertieft werden. So entsteht Schritt für Schritt ein belastbares Kompetenzniveau im Team.
Termine, Organisation und nächste Schritte
Aktuell ist der Metallographie Grundkurs für den 23. und 24. Juni 2026 in Wiehl geplant. Der Aufbaukurs folgt am 29. und 30. Juni 2026 ebenfalls in Wiehl. Wer seine Fachkompetenz in der Metallografie gezielt ausbauen möchte, sollte sich frühzeitig einen Platz sichern. Besonders für Unternehmen mit laufenden Qualitätsanforderungen ist es sinnvoll, Schulungen nicht erst dann zu buchen, wenn Fehler bereits aufgetreten sind, sondern präventiv in Wissen und sichere Abläufe zu investieren.
Für die direkte Abstimmung, individuelle Rückfragen oder Inhouse-Anfragen nehmen Sie bitte Kontakt zu LATZKE auf.
Metallographie-Schulung: Ein praxisnahes Angebot für Unternehmen
Mit der neuen Metallographie-Schulung schafft LATZKE ein praxisnahes Angebot für Unternehmen, die sichere Prüfergebnisse, reproduzierbare Präparation und mehr Fachkompetenz im Labor erreichen wollen. Der Grundkurs vermittelt ein sauberes Fundament, der Aufbaukurs erweitert dieses Wissen um vertiefte Werkstoffkunde, anspruchsvolle Präparation und systematische Gefügeinterpretation. Für alle, die Metallografie im Unternehmen professionell etablieren oder ausbauen möchten, sind diese neuen Schulungen ein konkreter und sofort nutzbarer Schritt nach vorn.



